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Aktuelles

Zivilist in Papua erschossen

22. Januar 2012 - Die erste willkürliche Schießerei des Jahres fand in Papua statt, am Freitag, dem 20. Januar 2012. Ein Zivilist, der die Provinz Puncak Jaya besuchte, wurde von einer unbekannten, bewaffneten Gruppe erschossen. Das Opfer wurde identifiziert als Kisma Rafiq, aus Padang in West Sumatra.
Es fielen drei Schüsse, die Rafiq im Gesicht und am Hals trafen, sodass er noch am Tatort verstarb.
Der Grund für die Schießerei ist unbekannt.

Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischsprachigen Artikel in der Jakarta Post.


Indonesische Streitkräfte setzen ihren großflächigen militärischen Angriff auf die Dorfbewohner Paniais in West Papua fort

14. Januar 2012 - Menschenrechtsaktivisten vor Ort berichten aus dem abgelegenen Distrikt Paniai in West Papua, dass die indonesischen Sicherheitskräfte seit Anfang Januar weiterhin eine "unangemessene" Militäroffensive durchführen, und so die Lage der zigtausenden Dorfbewohner, die bereits vor einigen Wochen im Dezember aus ihren brennenden Dörfern fliehen mussten, weiter verschlimmern.

Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischen Artikel.


Zwei weitere Freeport-Arbeiter tot aufgefunden

9. Januar 2012 – Zwei Männer, die für das US-Unternehmen Freeport McMoRan arbeiteten, wurden am Montag tot aufgefunden. Seit des Streiks, der im September letzten Jahres begann, sind es nun bereits zehn Leute, alles Indonesier, die in der Nähe der Mine getötet wurden, sei es in Hinterhalten oder in Zusammenstößen mit der Polizei. Die letzten Opfer, die tot in einem Fahrzeug gefunden wurden, das dem US-Unternehmen gehört, wurden offensichtlich erschossen, sagte Ramdani Sirait, Sprecher der lokalen Niederlassung Freeport Indonesien.

Bitte lesen Sie hier den vollständigen Artikel in englischer Sprache.


West Papua Report - Januar 2012

WPAT / ETAN - Zusammenfassung: Indonesische Sicherheitskräfte, darunter das von den USA und Australien unterstütze "Detachment 88", führten "Reinigungsoperationen" im Gebiet Paniai von West Papua durch, bei denen Kirchen, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zerstört wurden und die Hunderte von Zivilisten obdachlos werden ließ. Die nationale Menschenrechtsorganisation von Indonesion (Komnas HAM) und Menschenrechtsorganisationen in Paniai forderten den Polizeikommandanten auf, seine Kräfte aus der Region abzuziehen. Einem aktuellen Bericht zufolge hat die mangelhafte medizinische Versorgung der Papuas zu einer hohen Sterblichkeit bei gebärenden Müttern geführt. Ein unbestätigter Bericht gibt an, dass Präsident Yudhoyono sich verpflichtet hat, auswärtige Truppen aus West Papua abzuziehen und vorerst vom Einsatz einer Spezialeinheit, die sich der grundlegenden Probleme zwischen Jakarta und Papua annehmen soll, abzusehen. Die Zahl an Toten, die zu Lasten der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Bevölkerung West Papuas gehen, sind umfassend dokumentiert. Amnesty International hat sich in Jakarta mit einem erfahrenen Beamten getroffen, um die Freilassung politischer Gefangener vor allem in West Papua und Maluku voranzutreiben. Der seit drei Monaten andauernde Streik der Arbeiter in den Minen von Freeport McMoRan scheint sich einer Lösung zu nähern.

Bitte lesen Sie hier den vollständigen Bericht in englischer Sprache.


Das West Papua Netzwerk wünscht ein frohes neues Jahr 2012!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die uns im letzten Jahr und die Jahre davor so rege unterstützt haben und hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.


E-Info vom 21.12.2011

Zeichen der Hoffnung: Treffen zwischen indonesischem Präsidenten und Kirchenführern aus Papua

WPN 21.12.2011 - Angesichts der sich immer schneller drehenden Gewaltspirale in Papua, scheint das Jahr 2011 möglicherweise doch mit Aussicht auf Besserung zu Ende zu gehen: Am 16. Dezember trafen Kirchenführer aus Papua den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) zu einem Gespräch auf der Insel Java. Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen in der Privatresidenz des Präsidenten in der Stadt Bogor statt. Yudhoyono erklärte sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit den Kirchen- und Religionsführern im Papuakonflikt bereit und versprach, sich für ein Ende der militärischen Gewalt in Papua einzusetzen. Die Gespräche mit den Kirchenführern aus Papua sollen Mitte Januar 2012 fortgeführt werden.

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E-Info vom 16.12.2011

Militäroperation im Landkreis Paniai: Hunderte auf der Flucht

WPN 16.12.2011 - In den letzten Wochen häufen sich Berichte über Operationen des indonesischen Militärs in der Region Paniai im westlichen Hochland der Pro-vinz Papua. Die Truppen sollen auf der Suche nach vermeintlichen Anhängern der Unabhängig-keitsbewegung OPM/ TPN indigene Dörfer durchkämmen und die Häuser und den Besitz der Menschen zerstören. Hunderte Menschen sollen auf der Flucht sein. Erst vor wenigen Ta-gen, am 13.12.2011 floh das gesamte Dorf Da-gouto (542 Personen) in die Kreisstadt Enarotali.

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Internationaler Tag der Menschenrechte

Kirchen und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt äußern sich besorgt über die Lage der Menschenrechte in Papua

WPN 10. Dezember 2011 Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember 2011 haben sich Kirchen, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen aus Europa, Australien und Asien in einem offenen Brief an den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono gewandt. Die Organisationen äußern sich besorgt über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in den indonesischen Provinzen Papua und West Papua. Besonders alarmiert sei man über das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit dem Dritten Papua-Kongresses am 19. Oktober 2011 in Jayapura, heißt es in dem Brief. Die indonesischen Sicherheitskräfte waren infolge des Kongresses mit übertriebener und unnötiger Gewalt gegen friedliche Kongressteilnehmer vorgegangen und hatten mindestens drei Menschen getötet und 96 weitere Personen verletzt.

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Pressemitteilung - Neuer Bericht enthüllt das volle Ausmaß von Menschenrechtsverletzungen in Papua

Internationale Nichtregierungsorganisationen (INROs) treffen sich in Genf zur Beratung der aktuellen Menschenrechtslage vor Ort

WPN 18.11.2011 - Nachdem im letzten Monat der dritte Papua-Kongress in Jayapura gewaltsam durch indonesische Sicherheitskräfte aufgelöst wurde, ist Indonesien nun durch den neuen englischsprachigen Bericht „Menschenrechte in Papua 2010/2011“ (Human Rights in Papua 2010/2011) mit dem vollen Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Papua konfrontiert worden. Der Bericht wurde am 2. November 2011 vom Faith Based Network on West Papua (FBN) in Kooperation mit Franciscans International (FI) und der Asian Human Rights Commission (AHRC) in Genf veröffentlicht.

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E-Info vom 21.10.2011

Indonesische Sicherheitskräfte schlagen Dritten Papua-Kongress gewaltsam nieder - Mindestens zwei Tote und 30 Verletzte

WPN 21.10.2011 - Der dritte Kongress des Papuavolkes endete am Mittwoch mit polizeilicher und militärischer Gewalt. Über 4.000 indigene Papua hatten sich vom 17. bis 19. Oktober friedvoll auf dem Zacheus Missions Platz in Abepura, Jayapura Stadt, versammelt, um an einem der wichtigsten Gremien des Papuavolkes teilzunehmen. Die Versammlung erfolgte unter strikter Beobachtung der indonesischen Sicherheitskräfte: Über 2.000 Angehörige der indonesischen Polizei und des Militärs sollen bereitgestanden und mindestens 200 das Gelände vom ersten Tag an umzingelt haben. Am dritten Tag lösten sie die Versammlung mit Gewalt auf.

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