Seit 2001 haben mehrere NGOs und andere Beobachter Besorgnis über illegale Goldförderung im Gebiet Buper Waena in der Gemeinde Jayapura geäußert. Am 26. Juni 2020 nahm ein Team von Polizeiermittlern 17 Personen fest. Es beschlagnahmte schwere Werkzeuge sowie Chemikalien, darunter zwei Goldfördermaschinen, sechs Bagger und Quecksilber (siehe Eingangsbild, Quelle: Jubi). Nach Angaben des Polizeichefs der Gemeinde Jayapura, Gustav Urbinas, verstoßen die Bergbauaktivitäten gegen das Mineralien- und Kohlegesetz, das Gesetz über Umweltmanagement und das Gesetz zur Verhinderung und Beseitigung der Waldvernichtung. Die Goldgräber hatten die Erlaubnis eines lokalen indigenen Anführers erhalten, der die gewohnten Landrechte im Buper-Gebiet besitzt. Sie versäumten es jedoch, die obligatorischen Regierungsgenehmigungen für den Bergbaubetrieb einzuholen.

Die lokale Umweltorganisation "Friends of the Earth Papua" (Walhi Papua) drückte ihr Bedauern darüber aus, dass der illegale Minenbetrieb seit Jahren andauerte, obwohl sich die Abbaustätte in der Gemeinde Jayapura befindet, wo mehrere gemeinnützige Umweltorganisationen ihren Sitz haben. Das späte Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden hing Berichten zufolge auch mit polizeiinternen Defiziten zusammen. Nach Angaben des Medienhauses Jubi hatte Polizeichef Urbinas bereits im April 2020 die Anweisung gegeben, den Abbaubetrieb einzustellen. Der Fall wurde später an einen anderen kriminalpolizeilichen Ermittler weitergeleitet, da es unter dem ermittelnden Vorgänger keinen Fortschritt in dem Fall gab.