9. Asientag, 13. November 2021, Online

 Dieses Jahr findet der Asientag am Samstag, den 13. November statt.

Auch das Westpapua-Netzwerk beteiligt sich und hat zusammen mit dem Asienhaus eine Veranstaltung zu Westpapua organisiert. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Infos zum Workshop zu Westpapua:

10:15 Uhr bis 11:30 Uhr

Westpapua: Konflikt, Ausgrenzung und Rassismus

Der Konflikt in Westpapua ist von Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Marginalisierung gegenüber den indigenen Papuas gezeichnet. 2019 führten Polizeigewalt und rassistische Beschimpfungen gegenüber Studierenden aus Papua zu landesweiten Demonstrationen und Protesten. 2020 machte die #PapuanLivesMatter Bewegung auf den Rassismus in Papua aufmerksam. Die Gewaltspirale in Westpapua dreht sich jedoch weiter – mit Folgen für die Menschenrechtssituation. Was sind die Verbindungen zwischen Konflikt und Ursachen der rassistischen Diskriminierung der Papuas? Wie zeigen sich diese? Welche Lösungsansätze für Konflikt und Diskriminierung gäbe es?

Veronica Koman (Menschenrechtsanwältin im Exil), Rosa Moiwend (Aktivistin aus Papua), Andreas Harsono (Human Rights Watch)

Moderation: Rina Yanike Krebru (Evangelische Kirche in Papua)

Anmeldung

 

 

Infos zum Asientag:

zum Programm

Monolog oder Dialog?
Perspektiven auf Entwicklung und Zusammenarbeit, Eurozentrismus und Solidarität

Die Machthierarchien in Entwicklung und Zusammenarbeit haben ihre Wurzeln in der zivilisatorischen Mission der Kolonialzeit, welche bereits seit ihrem ersten Auftreten von Aktivist:innen und dekolonialen Bewegungen kritisiert wird. Zudem verfolgt der „Globale Norden“ seine ganz eigenen Interessen durch „Entwicklungszusammenarbeit“.

Die entwicklungspolitische Arbeit von deutschen Nichtregierungsorganisationen zu den Ländern Asiens ist von der kolonialen Vergangenheit, den Widerstands- und Befreiungskämpfen der Gesellschaften Asiens sowie der Kontinuität politischer und wirtschaftlicher Dominanzstrukturen in der post-kolonialen Gegenwart geprägt.

Nichtregierungsorganisationen und andere Akteur:innen der staatlichen und nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit streben nach mehr Gleichberechtigung, nach einer Kommunikation und Kooperation auf Augenhöhe. Ein grundsätzlicher Wandel bleibt jedoch bisher aus.

Wie ist eine Gleichberechtigung in der praktischen Zusammenarbeit unter dem Einfluss bestehender politischer und wirtschaftlicher Machthierarchien möglich? Wie können die in Bildern, Überzeugungen und Praktiken nachwirkenden Gewaltstrukturen der Kolonialzeit kritisch reflektiert und im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit transformiert werden? Welche Rolle spielt dabei Rassismus und Kritisches Weißsein?

Wir, Engagierte in der Zivilgesellschaft und in Organisationen, sind gefordert in unserer Arbeit ein Umdenken zu fördern. Auf dem 9. Asientag wollen wir zu einem kritischen Blick auf die eigene „entwicklungspolitische“ Position einladen, um eurozentristische Perspektiven zu reflektieren und Machtverhältnisse aufzubrechen.

Wir laden Sie / Euch herzlich ein, an den Live-Diskussionen und virtuellen Workshops teilzunehmen.

Monika Schlicher (Stiftung Asienhaus)
Mirjam Overhoff (philippinenbüro e.V.)
Nataly Jung-Hwa Han (Korea-Verband)

 

Wann & Wo?:
13. November 2021 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr, Online

Anmelden:
Die Anmeldung für den 9. Asientag erfolgt personalisiert und für jede Veranstaltung einzeln ausschließlich online. Bitte nutzen Sie dazu die Links zu den Registrierungsseiten der Plattform Zoom. Wir empfehlen die aktuellste Version eines Zoom-Clients über das Zoom Download Center vor der Teilnahme zu installieren.

  • Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an asientag(at)asienhaus.de oder per Telefon unter +49-221-71612113 an die Stiftung Asienhaus.