Ein neuer Bericht von Greenpeace International mit dem Titel "License to Clear" (Lizenz zum Abholzen) fordert die indonesische Regierung in Jakarta und die Regierungen auf Provinz-Ebene dazu auf, das in Papua für Palmölplantagen vorgesehene Gebiet vor weiterer Abholzung zu schützen.

"Seit dem Jahr 2000 wurden allein in der Provinz Papua insgesamt fast eine Million Hektar Wald für Plantagen freigegeben - eine Fläche, die fast doppelt so groß ist wie die Insel Bali", heißt es in einer Veröffentlichung vom 7. April 2021.
"Es wird für Indonesien fast unmöglich sein, seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen, wenn die geschätzten 71,2 Millionen Tonnen Kohlenstoff, die in den zur Abholzung vorgesehenen Plantagenkonzessionsflächen in der Provinz Papua gespeichert sind, freigesetzt werden", heißt es in der Mitteilung weiter.
 
Der Greenpeace-Bericht stellt systematische Verstöße gegen die Genehmigungsbestimmungen fest, da Plantagen in Waldgebiete ausgedehnt wurden. Mangelnde politische Reformen und überschneidende Interessen zwischen indonesischen politischen Eliten und Plantagenunternehmen erschweren den Schutz zusätzlich. 
Internationale Gelder zum Schutz der Wälder in Westpapua müssen von klaren und strengen Kriterien abhängig gemacht werden, um einen daueraften Rückgang der Abholzung in Westpapua zu erzielen.